Sperrholz

Sperrholz entsteht durch das Verleimen mehrerer dünner Furnierlagen, wobei die Faserrichtung jeder Lage um etwa neunzig Grad gegenüber der darunterliegenden gedreht ist. Dieser kreuzweise Aufbau macht Sperrholz im Verhältnis zu seinem Gewicht deutlich fester und verzugsresistenter als ein einzelnes massives Brett ähnlicher Dicke.

In Tischen wird Sperrholz oft in Gestellen, Regalen und tragenden Stützen eingesetzt, wo Festigkeit und Stabilität wichtiger sind als das Erscheinungsbild der Oberfläche, da es Schrauben gut hält und an den Kanten widerstandsfähig gegen Aufspalten ist. Manche moderne und minimalistische Tische verwenden Sperrholz auch als sichtbares Material, mit offener Schnittkante als bewusstem Gestaltungselement, besonders bei skandinavisch inspirierten Möbeln. Sperrholz verträgt im Allgemeinen Feuchtigkeit besser als Spanplatte, für echten Außeneinsatz ist jedoch Außensperrholz nötig.

Dank seines Verhältnisses von Festigkeit zu Gewicht überbrückt Sperrholz die Lücke zwischen Massivholz und einfacheren Verbundwerkstoffplatten. Siehe unseren Ratgeber zu Tischbeinen und Gestellen und den Eintrag MDF für einen Vergleich mit einer weiteren gängigen Verbundwerkstoffplatte.